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Grundlagen

Was ist ein Wabenplissee? Aufbau, Funktion und Vorteile

Das Wabenplissee sieht auf den ersten Blick aus wie ein gewöhnliches Plissee. Der entscheidende Unterschied liegt jedoch im Inneren. Genau dort entsteht der Effekt, der es zu einem der beliebtesten Sonnen und Sichtschutzsysteme für moderne Fenster macht.

Von der Pleats Redaktion6 Minuten Lesezeit

Wer sich zum ersten Mal mit maßgefertigtem Sonnenschutz beschäftigt, stößt schnell auf einen Begriff, der ein wenig technisch klingt. Wabenplissee. Manche sprechen auch von Doppelplissee oder Zellplissee. Gemeint ist immer dasselbe Produkt, und der Name verrät bereits, worauf es ankommt. Im Querschnitt bilden die Stoffbahnen viele kleine Kammern, die an eine Bienenwabe erinnern. Diese Kammern sind das eigentliche Geheimnis hinter der guten Dämmwirkung und dem angenehmen Raumklima, das viele Kunden an dem System schätzen.

Wabenplissee einfach erklärt

Ein klassisches Plissee besteht aus einer einzigen, in Falten gelegten Stoffbahn. Das Wabenplissee arbeitet dagegen mit zwei miteinander verbundenen Stoffbahnen. Zwischen diesen beiden Bahnen entsteht ein Hohlraum, der über die gesamte Fläche in gleichmäßige, sechseckige Kammern gegliedert ist. Zieht man das Plissee zusammen, falten sich die Waben harmonisch ineinander. Zieht man es auseinander, öffnen sich die Kammern und legen sich als geschlossene Fläche vor das Fenster.

Diese Bauweise ist keine reine Optik. Die Luft, die in den Waben eingeschlossen wird, wirkt als Puffer zwischen der kalten oder heißen Fensterscheibe und dem warmen oder kühlen Innenraum. Luft ist ein schlechter Wärmeleiter, und genau das macht sich die Wabenform zunutze.

Der Aufbau der Wabe: warum die Form entscheidend ist

Die sechseckige Kammer ist kein Zufall. Sie ist die stabilste Form, mit der sich eine Fläche lückenlos füllen lässt, und sie hält den eingeschlossenen Luftpolster zuverlässig in Position. Bei Pleats bestehen die Bahnen aus einem fein plissierten Vliesstoff, der seine Faltung dauerhaft behält. Auch nach unzähligen Bewegungen bleibt die Wabe formstabil und fällt gleichmäßig.

Je nach Anforderung lässt sich der Stoff unterschiedlich ausführen. Transparente Varianten lassen viel Tageslicht in den Raum und sorgen zugleich für einen weichen Blickschutz. Lichtdämpfende und abdunkelnde Varianten reduzieren den Lichteinfall spürbar und eignen sich für Schlafräume oder Räume mit Bildschirmarbeit. Der grundsätzliche Aufbau der Wabe bleibt dabei immer gleich, nur die Eigenschaften des Stoffes verändern sich.

Wärmeschutz im Winter, Hitzeschutz im Sommer

Der bekannteste Vorteil des Wabenplissees ist seine Wirkung auf das Raumklima. Im Winter hält der Luftpolster einen Teil der Wärme im Raum, die sonst über die Fensterscheibe verloren ginge. Das Fenster bleibt die kälteste Stelle in vielen Räumen, und eine zusätzliche isolierende Schicht davor kann den Wärmeverlust an dieser Stelle deutlich verringern.

Im Sommer kehrt sich der Effekt um. Die Waben bremsen die Hitze, die durch das Glas nach innen drängt, bevor sie den Raum aufheizt. Gerade bei großen Fensterflächen oder bei Dachfenstern, die der Sonne den ganzen Tag ausgesetzt sind, macht sich das bemerkbar. Der Raum bleibt länger angenehm temperiert, und die Klimaanlage muss seltener anspringen. Für Endkunden ist dieser doppelte Nutzen oft das stärkste Verkaufsargument, weil er sich das ganze Jahr über bemerkbar macht.

Lichtregulierung und Sichtschutz nach Wunsch

Ein Wabenplissee lässt sich stufenlos an jede Position bringen. Wer nur den unteren Teil des Fensters verdecken möchte, um Sichtschutz zu haben und trotzdem Tageslicht hereinzulassen, findet im System die passende Lösung. Möglich macht das die freie Verschiebbarkeit, bei der sich sowohl die obere als auch die untere Kante bewegen lässt. So bleibt der Kopfbereich des Fensters offen, während der untere Bereich geschützt ist, oder umgekehrt.

Diese Flexibilität ist einer der Gründe, warum sich das System für nahezu jeden Raum eignet. Im Bad steht der Sichtschutz im Vordergrund, im Wohnzimmer das gedämpfte Licht, im Homeoffice die Blendfreiheit am Bildschirm. Ein und dasselbe Produkt deckt all diese Bedürfnisse ab, wenn Stoff und Bedienung passend gewählt werden.

Wabenplissee, Plissee oder Rollo: wo liegt der Unterschied

Beim klassischen Plissee fehlt die zweite Stoffbahn und damit der isolierende Luftraum. Es punktet mit einem sehr schlanken Faltenbild, bietet aber weniger Dämmung. Das Rollo wiederum rollt eine glatte Stoffbahn auf und ab. Es ist einfach im Aufbau, lässt sich jedoch nicht von beiden Seiten frei positionieren und bringt keine Kammern für den Wärmeschutz mit.

Das Wabenplissee verbindet die feine, dezente Optik des Plissees mit einer Dämmwirkung, die kein anderes Textilsystem in dieser Bauhöhe erreicht. Genau diese Kombination erklärt, warum das Produkt im Premiumsegment so gefragt ist. Wer die Systeme im Detail vergleichen möchte, findet in unserem Preisvergleich eine gute Grundlage für das Kundengespräch.

Für wen sich ein Wabenplissee lohnt

Für Endkunden lohnt sich das System überall dort, wo Fenster mehr leisten sollen als nur den Blick nach draußen. In Neubauten mit großen Glasflächen, in Altbauten mit einfach verglasten Fenstern, in Wintergärten und unter Dachschrägen entfaltet die Wabe ihren größten Nutzen. Für Fachhändler ist das Wabenplissee ein Produkt mit hoher Marge und klarem Zusatznutzen, das sich im Beratungsgespräch gut erklären und verkaufen lässt.

Welche konkreten Ausführungen es bei Pleats gibt, von der freien Fensterlösung bis zum Wintergarten, lesen Sie im Beitrag Welche Produkte stellt Pleats her. Wenn Sie das Sortiment als Fachhändler anbieten möchten, können Sie sich direkt für den Zugang zum Fachhändlerportal registrieren.